Liebe Wheels-Mitglieder und Gäste,
die spätsommerliche Tour Surprise steht an!
Wir laden ein zu einer Rundfahrt durch die Täler des Taunus zu einem märchenhaften Tourziel. In der Mittagspause können sich Interessierte von der mittelalterlichen Umgebung verzaubern lassen. Wer will, fährt zum Abschluss dann noch an eine Wallfahrtsstätte für Süßmäuler.
Termin : Samstag, 23. September 2023.
Treffpunkt : 9:45 Uhr Europaplatz, Eugen-Salomon-Straße (MEWA-Arena)
Abfahrt : 10:00 Uhr
Strecke : ca. 180 km
Fahrzeit : ca. 3h15min-3h30min
Mittagspause : 12.30 – 14.00 Uhr im Hotel-Restaurant
„Zum Solmser Hof“ Marktplatz 1, 35619 Braunfels
Abschluss: ca. 15.00 Uhr bei der Eismanufaktur, Brückenstraße 1, 65606 Villmar
Georges Connes
Die Sonderausstellung am 09./10.09.2023 ist Georges Connes (1890-1974) gewidmet, der als Offizier 1916 in der Zitadelle Mainz (OFLAG – Gefangenenlager für Offiziere) inhaftiert war. Fünf bis sechshundert Männer verbrachten dort ihre Zeit mit Lesen, Kartenspielen und Sport. Connes sprach fließend Deutsch, so dass er auch für andere Gefangene an deutsche Behörden schrieb. 1924 wurde er Professor für englische Literatur in Dijon. Von 1940 – 44 war Connes aktiv im Widerstand und nach der Befreiung Bürgermeister von Dijon bis 13. Mai 1945. Er war überzeugter Pazifist, der sich für die deutsch-französische Versöhnung eingesetzt hat. Das Garnisonsmuseum würdigt seine Verdienste im Eingangsbereich mit mehreren Erinnerungstafeln.
2CV-Treffen
Anlässlich der 65-jährigen Partnerschaft Mainz-Dijon steht die Zitadelle Mainz am 09./10.09.2023 ganz im Zeichen dieser Freundschaft. Symbolisiert wird dies am Samstag mit dem Kultauto 2CV – „Deux Chevaux“, das eine große Fangemeinde nicht nur in Frankreich und Deutschland hat. Das über 45 Jahre hergestellte Fahrzeug des Automobilherstellers Citroën mit einem luftgekühlten Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor und Frontantrieb wurde insgesamt rund 5 Mio. mal gebaut (inkl. Kastenente).
Die Ente ist auch Maskottchen des in Mainz ansässigen gemeinnützigen Vereins „Wheels for Europe“, die mit Oldtimern, Motorrädern und Elektrofahrzeugen unterwegs sind. Zum internationalen Treffen erwartet Sie typisches "Enten-Geschnatter" in den denkmalgeschützten Mauern.
Veranstalter: Initiative Zitadelle Mainz e.V. mit Wheels for Europe e.V.
Veranstaltungsort: Zitadelle Mainz
Datum u. Zeit: 09.09.2023 von 11 – 18.00 Uhr
Rhöndorf · Bei einem Staatsbesuch in Deutschland im September 1962 wurde Charles de Gaulle fotografiert. Dieses Foto geht anlässlich des kurze Zeit später vereinbarten Elysée-Vertrags auf Reisen in Richtung Frankreich.
Von Mario Quadt
Redakteur Siebengebirge
Weltpolitik bei rheinischem Pflaumenkuchen und Tee: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle waren die Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft. Nach zwei Weltkriegen, an denen De Gaulle als Offizier der französischen Armee teilgenommen hatte, gab der Staatsbesuch des Präsidenten der Republik Frankreich Anfang September 1962 in der noch vergleichsweise jungen Bundesrepublik so etwas wie den letzten Anstoß für den Élysée-Vertrag, der die Partnerschaft der beiden Nachbarländer und früheren „Erbfeinde“ besiegelte. Seine mehrtägige Visite führte De Gaulle auch nach Rhöndorf. An dieses Ereignis und die Besiegelung des Élysée-Vertrags vor 60 Jahren erinnert jetzt eine Gruppe engagierter Europäer. Startpunkt ihres mehrtägigen mobilen Brückenschlags von Deutschland nach Frankreich ist Rhöndorf.
Am 5. September 1962 kommen Konrad Adenauer und sein französischer Amtskollege zu einer besonderen Begegnung zusammen: Der „Tee in Rhöndorf“ gilt später als einer der Meilensteine auf dem Weg zum Élysée-Vertrag, dem staatsrechtlich fixierten Fundament der deutsch-französischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg und der Freundschaft der beiden Länder. Bei Pflaumenkuchen sprechen die beiden erfahrenen Staatsmänner in Adenauers Wohnhaus in Rhöndorf miteinander. Ein ganz besonderes Symbol: Von allen Staatsmännern, die der erste Bundeskanzler während seiner 14 Jahre währenden Kanzlerschaft empfing, durfte nur Charles de Gaulle ihn im Wohnhaus am Zennigsweg besuchen.
Ein besonderes Foto, das Charles de Gaulle während eines Deutschland-Besuchs in Rhöndorf zeigt, überreicht Sabine Schößler von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (2.v. l.) an Walter Strutz (l.) Vorsitzender von Wheels for Europe.
Foto: Ralf Sauerzapf
Nach der persönlichen Begegnung der Staatslenker, an der auch De Gaulles Ehefrau Yvonne teilnimmt, fährt der französische Präsident im offenen Wagen durch Rhöndorf und winkt den ihm zujubelnden Menschen am Straßenrand zu. Ein Foto dieses besonderen Moments aus dem Bildbestand der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus begibt sich jetzt auf den Weg nach Frankreich – konkret nach La Boisserie in Colombey-les-deux-Eglises, dem Ort im Osten Frankreichs, in dem De Gaulle bis zu seinem Tod am 9. November 1970 seinen Landwohnsitz hatte.
Foto aus Rhöndorf geht als Präsent nach Frankreich
Dieses Foto überreichte jetzt Sabine Schößler, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, in Rhöndorf an Walter Strutz, Vorsitzender des Vereins Wheels for Europe. Der Verein aus Rheinland-Pfalz möchte Europa im Wortsinne erlebbar machen – etwa mit gemeinsamen Fahrten mit Motorrad, Oldtimer und E-Autos quer über den Kontinent sowie ein geeintes und friedliches Europa. Nach dem Zwischenstopp in Rhöndorf geht es am Freitag, 1. September, weiter nach Mainz und über Bad Kreuznach nach Frankreich.
„Charles de Gaulle war einer der wenigen politischen Gäste, die Konrad Adenauer in seinem Privathaus empfing“, berichtet Sabine Schößler. Allein zwischen 1958 und 1963 kam es an verschiedenen Orten zu fünfzehn Begegnungen zwischen den beiden. „In Erinnerung an die Verdienste der beiden Staatmänner um die deutsch-französischen Beziehungen engagieren sich die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und die Fondation Charles de Gaulle für den Fortbestand und die Weiterentwicklung dieser Freundschaft“, unterstreicht Schößler, die das Farbfoto aus dem Jahr 1962 schon alleine deswegen so bemerkenswert findet, da es den Staatsgast und das Wohnhaus Adenauers gleichzeitig zeigt.
Die Stationen auf dem Weg nach Frankreich orientieren sich unter anderem an den Lebensstationen der beiden Politiker und wichtigen Ereignissen rund um die deutsch-französischen Beziehungen: Auf der Route liegt am Freitag Bad Kreuznach, wo 1958 ein wichtiges Treffen zwischen Adenauer und de Gaulle stattfand, ebenso wie – ebenfalls am Freitag – Mainz, wo de Gaulle im Oktober 1945 seine erste Rede auf deutschem Boden hielt und formulierte: „Ich komme als Freund und Nachbar, ja als Europäer nach Mainz.“
In Frankreich werden sich Motorradfahrer und 2 CV-Fahrer aus Dijon und Nancy der Gruppe anschließen. „Ganz bewusst haben wir zum Abschluss unserer Fahrt einen Besuch auf dem Schlachtfeld von Verdun eingeplant", sagte Wheels-Präsident Walter Strutz. Denn an kaum einem anderen Ort könne man so intensiv spüren, was die deutsch-französische Geschichte lange Zeit zuvor geprägt habe. Umso elementarer sei es, so Strutz, sich dafür zu engagieren, dass wir auch in Zukunft in einem friedlichen und geeinten Europa leben können.
Das Ziel Verdun steht zum Abschluss der Tour am Sonntag auf dem Programm. Während des Ersten Weltkriegs war De Gaulle ebendort als noch junger Offizier im Einsatz. Im berühmten Beinhaus von Douaumont sind mehr als 130.000 Gebeine von nicht identifizierten, bei der Schlacht um Verdun gefallenen französischen und deutschen Soldaten beerdigt. Es ist der Ort, an dem sich am 22. September 1984 der damalige französische Staatspräsident François Mitterrand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl in Douaumont vor dem Beinhaus die Hand zur Versöhnung reichten.
Die Mitglieder von Wheels for Europe wurden zu einem besonderen Stammtisch eingeladen.
„Kunst im Weingut“, wir treffen uns im Museum Obentraut:
Das alte Weingut ist ein Gebäude mit Tradition. Die Ursprünge reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Hier begegnet Ihnen ein Ort, an dem Sie Geschichte fühlen, spüren und sehen können. Dieser ist nun die Bühne für die außerordentliche Sammlung der Kunststiftung Gemünden und Freunde. Ein Museum mit einzigartiger Atmosphäre – eine Sammlung mit faszinierenden Werken aus aller Welt. Das Obentraut3 beheimatet zahlreiche Exponate aus der Zeit des Alten Ägypten bis hin zur zeitgenössischen Kunst.
Von traditionellen Masken, Skulpturen und Figuren aus Nord- und Südamerika, Ozeanien oder Afrika über ägyptische Pharaonenmasken und Schmuckstücke, traditionelle asiatische Kunstgegenstände bis hin zu Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen sowie zeitgenössischer europäischer Kunst – hier wird Beeindruckendes geboten.
- Die Adresse des Museums: Obentrautstr. 3a, 55218 Ingelheim – Großwinternheim www.kunstimaltenweingut.de
- Die Adresse des Weingutes: Weingut Breitscheid, Weinkellerei Außerhalb 15, 55218 Ingelheim - Großwinternheim.
Wir hatten eingeladen zu einer Rundfahrt über die Hügel und durch die Täler des Taunus.
Der Breckenheimer Motorrad und Roller Club BMRC hatte eingeladen zum Eröffnungsgottesdienst, in dessen Rahmen alle anwesenden Motorradfahrer*innen den Segen für die kommende Saison erhielten. Der Gottesdienst wurde begleitet von einer Live-Combo unter der Leitung von. Dr. Konrad Blendinger. Höhepunkt war unter anderem auch die Predigt des Pfarrers Jens Georg in Form eines Poerty. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der BMRC, vertreten durch den Präsi Edmund Breitmeyer und beiden Vize Rainer Kees und Christian Ernst bei Resi Spitz, die stets sehr positiv im Erbenheimer Anzeiger über die Bikergottesdienste berichtete und nun in Rente geht. Außerdem bei Silke Weller für den besonderen Einsatz in der Live-Combo und ganz besonders bei Walter Strutz und Petra Sennwald für ihr Engagement bei WfE.
Im Anschluß gab es noch Kaffee und Kuchen. Der stolze Erlös der gesammelten Spenden ging nachträglich in die Kollekte ein. Leider musste die geplante Ausfahrt auf Grund des Wetters ausfallen. Der BMRC verbuchte den Eröffnungsgottesdienst dennoch als Erfolg. Alle telnehmenden Motorradfahrer*innen wurden mit einem blauen Engel für den Schlüsselbund in die gemeinsame Saison verabschiedet.
Die Partnerschaft von Frankreich und Deutschland ist eine tragende Säule der europäischen Gemeinschaft.
Ein Meilenstein auf diesem Weg stellt der vor 60 Jahren geschlossene Elysee-Vertrag von Adenauer und de Gaulle dar.
Um mehr über die Bedeutung dieses Vertrages zu erfahren, laden wir zu einer Informationsveranstaltung nach Bonn ein.
Die Veranstaltung findet im Gustav Stresemann Institut e.V. - Europäische Tagungs- und Bildungsstätte statt.
Programmpunkte: